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Papst Franziskus betet auf dem leeren Petersplatz

Haiming Pfarrverband am 28.03.2020

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Papst Franziskus hat die Menschheit angesichts der globalen Corona-Pandemie zu Nächstenliebe und dem Erkennen der wirklichen Prioritäten im Leben aufgerufen.

Den tra­di­ti­ons­rei­che Segen urbi et orbi”, den der Papst gewöhn­lich nur zu Ostern, zu Weih­nach­ten und nach einer Papst­wahl spen­det, kam am Frei­tag, den 27.03.2020, in einer unge­wohn­ten Form zum Zug. Fran­zis­kus spen­de­te ihn als eucha­ris­ti­schen Segen, mit dem Aller­hei­ligs­ten in der Mons­tranz, vom Ein­gang der Peters­ba­si­li­ka der Stadt Rom.

In sei­ner lan­gen Pre­digt lud Fran­zis­kus dazu ein, für sich zu ent­schei­den, was wirk­lich zählt und was ver­gäng­lich ist“. Es sei die Zeit, den Kurs des Lebens wie­der neu auf dich, Herr, und auf die Mit­men­schen aus­zu­rich­ten“, so der Papst. Er beklag­te, dass vie­le sich in der Ver­gan­gen­heit ganz von mate­ri­el­len Din­gen und Eigen­sucht hät­ten lei­ten lassen.

Der Papst mahn­te die von der Seu­che betrof­fe­ne Mensch­heit dazu, den Mut zu fin­den, alle Wid­rig­kei­ten der Gegen­wart anzu­neh­men und für einen Augen­blick unser Lech­zen nach All­macht und Besitz auf­zu­ge­ben, um der Krea­ti­vi­tät Raum zu geben, die nur der Hei­li­ge Geist zu wecken ver­mag“. Kon­kret rief Fran­zis­kus dazu auf, neue For­men der Gast­freund­schaft, Brü­der­lich­keit und Soli­da­ri­tät zuzu­las­sen“. Er wür­dig­te jene, die sich für eine Über­win­dung der Kri­se ein­setz­ten. Aus­drück­lich nann­te er Ärz­te und Kran­ken­schwes­tern, aber auch Super­markt­an­ge­stell­te, Rei­ni­gungs­per­so­nal, Betreu­er, Trans­por­teu­re, Ehren­amt­li­che Hel­fer und Geist­li­che. Es sei­en vie­le, die ver­stan­den haben, dass nie­mand sich allein rettet”.

Zum Gebet des Paps­tes waren zwei alt­ehr­wür­di­ge Iko­nen aus dem reli­giö­sen Leben Roms auf den Peters­platz gebracht wor­den: das Mari­en­bild­nis Salus Popu­li Roma­ni („Heil des römi­schen Vol­kes“) sowie das Pest-Kru­zi­fix aus der Kir­che San Mar­cel­lo. Vor bei­den hielt Fran­zis­kus im Gebet inne; die Füße der Chris­tus­fi­gur auf dem Kru­zi­fix küss­te er in Ver­eh­rung. Bei­de Bild­nis­se hat­te der Papst bereits vor knapp zwei Wochen in einer Art Wall­fahrt durch das men­schen­lee­re Rom auf­ge­sucht, um dort ein Ende der Seu­che zu erfle­hen.”
(Zitat: Gud­run Sai­ler — Vati­kan­stadt; Foto: Vatikannews)